Tauchtauglichkeit

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Die Teilnahme am Sporttauchen (1-Stern / 2-Stern / 3-Stern) setzt das Vorliegen einer gültigen ärztlichen Tauchtauglichkeitsbestätigung voraus.

Bei der Ausbildung zum Open Water Diver genügt eine medizinische Eigenerklärung (bis 40 Jahre).

Der Taucher ist in seiner Eigenverantwortung gefragt, dass er keine Beeinträchtigungen verschweigt und damit evtl. eine medizinische Notfallsituation verursacht.

Die Tauchtauglichkeit nach GTÜM (Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin) gibt sowohl dem Arzt als auch dem  Taucher die Sicherheit, dass er körperlich allen Anforderungen dieses wunderbaren Sportes genügt und somit sichere Taucherlebnisse, auch in Grenzbereiche oder größere Tiefen, gemacht werden können.
Der Untersuchungsbogen kann aus unserem download-Bereich heruntergeladen werden.

Eigenerklärung
In Abstimmung mit RSTC folgen wir den Standards von IDA und akzeptieren eine Eigenerklärung beim Schnuppertauchen und bei Kursen zum Open Water Diver. Bei diesen Kursen wird auf Tiefenlimit und Tauchzeit geachtet und der Teilnehmer auch keiner schweren körperlichen Anstrengung ausgesetzt.

Jugendliche und Kinder
Hier genügt uns eine Bestätigung des Arztes, dass das Kind am Tauchsport mit Gerät teilnehmen darf. Mögliche Einschränkungen wären ein Tiefenlimit (zB bis 10 Jahre:
5 Meter; bis 12 Jahre: 8 Meter) oder der Hinweis auf ein Verbot von dekompressionspflichtigen Tauchgängen.
Kinder sind keine "kleine Erwachsenen". Es empfihelt sich in jedem Fall mit dem Arzt alle Punkte zu besprechen.

Erwachsene (18 bis 40 Jahre, Brevetstufe Open Water Diver)
Hier akzeptieren wir, wie alle anderen Verbänden, eine medizinische Eigenerklärung.
Bei Unklarheiten oder einer medizinischen Vergangenheit, empfehlen wir, den Arzt zu konsultieren.

Erwachsene   (ab Brevetstufe Tauchgrundschein)
Bei Kursbeginn ist immer eine ärztliche Tauchtauglichkeitsbestätigung nach GTÜM vorzulegen. Dieser Untersuchungsbogen kann im „download-Bereich“ heruntergeladen werden.
Für Personen bis 40 Jahre ist die Untersuchung 2 Jahre gültig, ab 40 Jahre muss sie jährlich wiederholt werden.
Bei Kursen zum Open Water Diver genügt bei Erwachsenen bis 40 Jahre eine medizinische Eigenerklärung.

Arzt
Hier ist es jedem freigestellt den Arzt seines Vertrauens anzusprechen. Aber nicht jeder Arzt führt eine solche Untersuchung auch durch, oder kennt die Rahmenbedingungen beim Tauchen mit Gerät.

An dieser Stelle danken wir Herrn Dr. med. Rabe für die langjährige medizinische Betreuung.
Leider steht er uns für die medizinische Tauchtauglichkeitsuntersuchung nicht  mehr zur Verfügung.
Ab 1. Januar 2020 wird er den wohlverdienten Ruhestand geniessen.
Wir wünschen ihm viele schöne und vor allem gesunde Jahre.

Wir selbst konsultieren jetzt:

Fr. Dr. med. Nacy Dierkes
Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie
Hauptstraße 44-46      63303 Dreieich
Telefon:  06103-995979        Telefax:  06103-399597
Homepage:  dr-med-dierkes.de
Mail:  dr.med.dierkes@web.de

Sprechzeiten: nach telefonischer Anmeldung

Montag: 08:00 - 12:30 Uhr   und  16:00 - 18:00 Uhr
Dienstag: 08:00 - 12:30 Uhr
Mittwoch: 08:00 - 12:30 Uhr   und  16:00 - 18:00 Uhr
Donnerstag: 08:00 - 12:30 Uhr
Freitag: 08:00 - 12:30 Uhr

Tätigkeits- und Interessenschwerpunkte:
Tauchtauglichkeitsuntersuchung
Kardiologie, Ernährungsmedizin, Familienmedizin, Gesundheits-Check-Ups, Hautkrebsscreening
Laboranalysen, Impfungen, Naturheilverfahren
Diagnostisches Leistungsspektrum:
Ultraschalluntersuchungen der Bauchorgane, der Schilddrüse und der Halsschlagarterien,
Langzeit-EKG, Langzeit-Blutdruckmessung, Lungenfunktionstest, Laboruntersuchungen
Ernährungsmedizin und Reisemedizin

Kosten
Die Kosten für eine Tauchsportärztliche Untersuchung ist eine Eigenleistung und wird nicht von den Kassen übernommen. Daher ist vor der Untersuchung eine Klärung der anfallenden Kosten sehr zu empfehlen. Abgerechnet wird nach der gültigen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).
Mit Stand der letzten gültigen GOÄ fallen bei Dr. Dierkes für eine komplette Tauchtzauglichkeitsuntersuchung 133,66 € an.

Röntgen des Thorax
Ist aus unserer Sicht nicht zwingend erforderlich. Letztendlich entscheidet darüber der untersuchende Arzt. Es ist aber davon auszugehen, dass ohne Verdacht oder Symptome kein Arzt eine Röntgenuntersuchung anordnen wird.

Medizinische Fragen und Antworten (Infoblatt von aquamed)

Warum darf man keine Nasentropfen vor dem Tauchen nehmen, damit der Druckausgleich besser klappt?
Die Wirkdauer der handelsüblichen abschwellenden Medikamente ist zeitlich begrenzt. Wenn die Wirkdauer unter Wasser nachlässt, schwellen die Schleimhäute wieder an und die sich ausdehnende Luft kann beim Auftauchen nicht mehr entweichen. Es kann ein inverses Barotrauma oder „Umkehrblockierung“ resultieren. Das ist schmerzhaft und kann sogar zu einem Trommelfellriss führen. Nach Einnahme von Nasentropfen sollte 12 Stunden nicht getaucht werden.

Kann man mit einem PFO (persistierendes/offenes Foramen Ovale) tauchen?
Das kann nicht sofort beantwortet werden. Zunächst muss festgestellt werden, wie groß das „Loch im Herzen“ ist und welche Risiken es dadurch birgt. Hier muss ein erfahrener Taucherarzt ausführlich beraten.

Darf ich während einer Schwangerschaft tauchen – auch nur im Flachwasser?
Nein! Das Risiko für das ungeborene Kind ist nicht absehbar, Hinweise deuten aber auf ein erhöhtes Risiko für das ungeborene Kind hin, Schnorcheln ohne Abtauchen ist aber ok.

Ab welchem Alter ist Tauchen für Kinder empfehlenswert?
Das Kind sollte mindestens 8 Jahre alt sein und natürlich schwimmen können. Am besten dieses Thema mit dem Kinderarzt in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Tauchmediziner besprechen. Zu berücksichtigen ist der körperliche und geistige Entwicklungsstand. Kinder sind keine Erwachsenen in Miniaturausführung, sondern brauchen eine besondere Betreuung.

Wann darf man nach einem Herzinfarkt wieder tauchen gehen?
Grundsätzlich sollte nach einem Herzinfarkt 1 Jahr mit dem Tauchen pausiert werden. Vor Wiederaufnahme des Tauchsports muss eine fundierte Beurteilung der Belastbarkeit, der Herzmuskelfunktion, Herzmuskeldurchblutung und des Herzrhythmus vorgenommen werden.

Darf man nach einem Spontanpneumothorax tauchen?
Prinzipiell ist ein spontaner Lungenriss ein absolutes Ausschlusskriterium. In ganz wenigen Fällen kann jedoch – und nur mit technisch aufwendigen Zusatzuntersuchungen – eine bejahende Einzelfallentscheidung getroffen werden.

Übergewicht. Besteht ein erhöhtes Risiko beim Tauchen?
Zugegebenermaßen: ja, das Risiko ist erhöht. Wesentliche Faktoren sind die körperliche Fitness (Herz und Lunge), der hohe Fettanteil in dem sich Stickstoff gut löst und die Gefahr des Flüssigkeitsmangels durch starkes Schwitzen. Ein Belastungs-EKG ist sinnvoll. Ist dies in Ordnung, kann man konservative Profile tauchen – am besten Nitrox auf Lufttabelle und dazu ausreichend trinken. Damit können die Risiken eingeengt werden.

Darf man mit Asthma tauchen?
Das hängt davon ab, um welchen Typ von Asthma es sich handelt (allergisch, Anstrengungs-Asthma, intrinsiches Asthma etc …) und wie die Einstellung ist. Am besten vom Lungenfacharzt komplett durchchecken lassen und mit dem aktuellen Untersuchungsbefund beim Tauchmediziner vorstellen.
Kinder mit Asthma sollten nicht Tauchen.

Wann darf man nach dem „lasern“ der Sehschärfe der Augen wieder tauchen?
Empfohlen wird eine Tauchpause von 3 Monaten, da die Hornhaut heilen muss. Zudem sollten die Augen nach diesen Behandlungen während mindestens 3 Monate keiner direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden (sehr gute Sonnenbrille, Mütze).
Der Augenarzt sollte vor dem Tauchen die vollständige Abheilung bestätigen.

Darf man nach einem Schlaganfall wieder tauchen?
Dieses Thema ist noch offen. Muss aber in jedem Fall mit dem behandelden Arzt besprochen werden. Für die meisten Ärzte ist ein Schlaganfall ein Ausschlusskriterium.